Der Lernprozess (II). Digitalisierung und Prototypen.

Wie lernen

Der Lernprozess war auch etwas Interessantes. Mit Maschine und Fertigung ist es eine kleine Vorstellung nötig und später sehr viel Versuch und Irrtum. Für Maschine lese ich oft das Handbuch, aber Parameter und Einstellung sind wichtiger und das ist nicht geschrieben.

Für Design mit Fusion360 ist anders. Es ist komplex ohne Ende und auch überragend praktisch. Für mich war es sehr wichtig einen Kurs von drei Stunden zu machen. Damit, mit einem sehr guten und geduldigen Lehrer, habe ich die Basics von Fusion verstanden, und noch wichtiger das Parameterdesign. Ich hatte ein Tag früher alleine angefangen und es war sehr frustrierend.

Der erste Impuls ist: nicht lernen, nur machen. Das ist gut, aber teilweise eine gute Idee. Es gibt so viele Videos, auch Kurse und Information aber wie zu benutzen das, ist nicht einfach. Was ich gut gefunden habe ist:

  • Zuerst mit Beispielvideos anfangen, wo etwas entworfen wird. Gleichzeitig mitmachen was im Video gemacht ist. Oft gibt es Zweifel und man geht immer Zurück und wiederholt. Aber das ist ein guter Prozess von den Basics von Software kennenzulernen und auch die Designstrategie zu verstehen.
  • Ein eigenes Design oder Projekt zu versuchen: Damit kommen viele Fragen und Probleme. Oft mache ich ein Design und am Ende wiederhole ich nochmal alles mit einer besseren Designstrategie.
  • Einem Kurs folgen: Dafür braucht man Geduld aber ist es nötig, um neue Dingen zu lernen. Ohne das bist du limitiert auf die ersten Dinge, die du gelernt hast und selbst entdeckt hast.

Videos oder Bücher

Persönlich mag ich die Videos nicht sehr. Der Vorteil ist das hier wir brauchen etwas Visuelles, aber das Problem kommt von Verfolgen und Wiederholen. Ich mache oft Pause und am Ende ist das frustrierend und langsam.

Manchmal ein Buch, wo du alles sehen kannst, ist gut, oder mindestens für die wichtigen Konzepte zu sehen. Mit einem Buch kannst du auch “schnell” lesen. Aber Bücher sind nicht einfach zu finden, oft sie sind teuer und sehr wahrscheinlich etwas veraltet.

Das große Problem kommt mit den Fehlern, wenn du etwas nicht schaffen kannst. Es ist sehr schwer es in Google zu suchen. Oft ist das Problem, dass du den Namen von dieser Funktion nicht kennst. Und ohne Namen in Google zu suchen ist unmöglich. Etwas Visuelles mit Worten zu erklären ist sehr kompliziert.

Es ist auch sehr frustrierend, wenn etwas in einem Video passiert und du machst genau das Gleiche (theoretisch) und das funktioniert nicht (weil du nicht genau das Gleiche gemacht hast). Wo man mit Millimeterpräzision klickt, ist es sehr wichtig. Hier brauchst du Hilfe von einem Experten. Es gibt Foren und Information, aber nochmal dein Problem mit Worten zu erklären ist nicht einfach.

Gemeinsam lernen

Das Beste ist mit jemandem zu sprechen, zu zeigen was du hast und zu fragen. Sehr oft brauchst du keinen Superexperten, nur jemanden mit etwas Erfahrung. Jemand, der in deinem Computer genau sehen kann, was passiert ist.

Eine kleine “Lerngruppe” mit Leuten, die daran interessiert sind, ist supernützlich. Sie sollen ein ähnliches Niveau haben, wenn nicht, gibt es nur eine Masterclass von den Hauptexperten. Diese Gruppen sind immer schwer zu verhandeln, sehr oft nimmt das jemand wie “einen kostenlosen Kurs” oder wie “ich frage alles und Tschüss”. Eine richtige “Teilen-Mentalität” ist hier obligatorisch.

Wie gesagt, Leute mit Interesse, Neugierde, Attitude und etwas Zeit zu verlieren, mal sagen investieren, plus ein großzügiger Expert ist die perfekte Kombination. Das war in meinem Coworking organisiert, aber leider mit Corona ist momentan nicht möglich.

Konklusionen:

  • Zum Glück gibt es viele kostenlose Ressourcen, darunter sehr gute online Kurse und Videos, um Design und Software zu lernen.
  • Etwas als Ziel zu kreieren ist wesentlich. Ohne das gibt es keine Motivation.
  • Selbst zu recherchieren und zu entdecken ist gut, aber eine Balance mit mehr “Theorie” und strukturiertem Lernen ist notwendig.
  • Alles, was wir hier lernen, ist ein Beruf. Versuch nicht, alles an einem Abend zu lernen.
  • Es gibt viele Disziplinen, Software. An Anfang das ist sehr verwirrend, es ist wie ein Nebel und du siehst nicht das Ziel.
  • Eine Lerngruppe ist besser als allein zu lernen. Etwas Hilfe ist also nötig in frustrierenden Momenten. Damit kannst du schneller lernen.
  • Videos sind vielleicht nicht perfekt, oder nicht einfach zu folgen, aber sie sind ein gutes Ding für etwas Visuelles wie das. Suchen mit Worten ist schwer.

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